Das Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung (SpoFöG) verbietet in Artikel 20 den Import von Dopingmitteln.
Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung (SpoFöG)
Das Gesetz gilt unabhängig von sportlichen Aktivitäten, also auch für Nicht-Sportler. Es gibt keine «Freimenge», d.h. der Import jeglicher Menge von verbotenen Dopingmitteln ist verboten.
Als verboten identifizierte Produkte werden von Zoll und Polizei beschlagnahmt und an Swiss Sport Integrity weitergeleitet. Swiss Sport Integrity vernichtet diese Produkte kostenpflichtig.
Als verboten gilt, was im Anhang der Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung (SpoFöV) aufgeführt wird.
Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung (SpoFöV)
Vorbescheid und Verfügung
Wer von einer Beschlagnahmung betroffen ist, wird durch Swiss Sport Integrity mittels eines Vorbescheides schriftlich informiert. Es wird die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Kann kein berechtigter Grund für den Import vorgebracht werden, so wird die Vernichtung der Dopingmittel verfügt.
Ausnahmefälle
Ein ärztliches Rezept ist ein Grund, der die Freigabe ansonsten verbotener Produkte allenfalls erlaubt. Die Einreichung eines gültigen Schweizer Arztzeugnisses (mit Ausstellungsdatum vor dem Import) muss vorgelegt werden, um die Freigabe zu beantragen. Bei einer allfälligen Freigabe wird Swissmedic in das Verfahren involviert.
Hilfe und Kontakt
Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns unter postbox(a)sportintgrity.ch erreichen. Im Zusammenhang mit Vorbescheiden und Verfügungen können wir telefonisch keine Auskunft erteilen.
Strafhandlung
Gemäss Artikel 22 des Sportförderungsgesetzes ist der Handel mit verbotenen Produkten strafbar. Liegt der Verdacht auf eine solche Handlung vor, wird durch Zoll, Polizei oder Swiss Sport Integrity Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstattet.
Strafverfolgungsbehörden
Für Strafverfolgungsbehörden werden zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt.